Projekt-Auftakt: Neues Verfahren soll Herstellung von Medizinbauteilen revolutionieren

An der Fakultät Automobil- und Maschinenbau der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist das Forschungsprojekt „EProKry-Effiziente Prozessketten für die rückstandsfreie Fertigung von Medizinbauteilen durch kryogene Zerspanungstechnologien“ gestartet. Das NMI bringt als Projektpartner seine Kompetenz in der Beurteilung der Sauberkeit und in der Materialcharakterisierung ein.

Beim Einsatz von Medizinprodukten ist deren Sauberkeit von wesentlicher Bedeutung. Bei der aktuellen Herstellung dieser Bauteile sind erhebliche, nachträgliche Reinigungsaufwände zur Eliminierung herstellbedingter Verunreinigungen notwendig. Mithilfe neuer Prozessketten soll im Rahmen dieses zweijährigen Forschungsvorhabens die saubere Herstellung durch Einsatz kryogener Kühlung ermöglicht werden. Dadurch werden bisherige, nachgelagerte und aufwändige Prozesse zur Reinigung drastisch reduziert.

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft besonders in Deutschland und dem damit verbundenen, steigenden Bedarf an Instrumenten, Implantaten und Komponenten für medizinische Geräte sind die hier anvisierten Innovationen zur effizienten sauberen Herstellung von hoher Bedeutung.

Vier Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) sowie die WHZ als Forschungspartner entwickeln gemeinsam Anlagen- und Prozesstechnik zur Realisierung der neu geplanten, kryogenen Prozesskette und werden diese abschließend in eine reale Fertigungsumgebung übertragen. Unterstützt wird das Konsortium durch assoziierte Partner wie das marktführende Medizinal-Unternehmen B. Braun SE/Aesculap, den Maschinenhersteller Chiron Group SE sowie das NMI Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut an der Universität Tübingen.

Für das NMI ist Dr. Dagmar Martin an dem Projekt beteiligt. Sie bringt ihre langjährige Expertise in der Beurteilung der Sauberkeit und in der Materialcharakterisierung ein. Dagmar Martin wird kontinuierlich prüfen, dass die Oberflächen rückstandsfrei sind, da das Ziel ist, auf den Einsatz von Schmiermitteln zu verzichten. Das NMI ist assoziierter Partner in Projekt.

Quelle: Pressemitteilung der Westsächsischen Hochschule Zwickauvom 30.1.2026, ergänzt

Datum:
03.02.2026
Kategorien:
Aktuelles