Beim Einsatz von Medizinprodukten ist deren Sauberkeit von wesentlicher Bedeutung. Bei der aktuellen Herstellung dieser Bauteile sind erhebliche, nachträgliche Reinigungsaufwände zur Eliminierung herstellbedingter Verunreinigungen notwendig. Mithilfe neuer Prozessketten soll im Rahmen dieses zweijährigen Forschungsvorhabens die saubere Herstellung durch Einsatz kryogener Kühlung ermöglicht werden. Dadurch werden bisherige, nachgelagerte und aufwändige Prozesse zur Reinigung drastisch reduziert.
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft besonders in Deutschland und dem damit verbundenen, steigenden Bedarf an Instrumenten, Implantaten und Komponenten für medizinische Geräte sind die hier anvisierten Innovationen zur effizienten sauberen Herstellung von hoher Bedeutung.
Vier Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) sowie die WHZ als Forschungspartner entwickeln gemeinsam Anlagen- und Prozesstechnik zur Realisierung der neu geplanten, kryogenen Prozesskette und werden diese abschließend in eine reale Fertigungsumgebung übertragen. Unterstützt wird das Konsortium durch assoziierte Partner wie das marktführende Medizinal-Unternehmen B. Braun SE/Aesculap, den Maschinenhersteller Chiron Group SE sowie das NMI.
Projektpartner:
Westsächsische Hochschule Zwickau (Fakultät Automobil- und Maschinenbau)
Eggers Components GmbH
Material-, Grenzflächen- und Nanoanalytik
Teamleiterin F&E