NMI Reutlingen und Hochschule Furtwangen schließen Kooperationsvertrag

Im Rahmen einer Feierstunde unterzeichneten Prof. Dr. Hugo Hämmerle, Leiter des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts Reutlingen (NMI), und der Rektor der Hochschule Furtwangen, Professor Dr. Rolf Schofer, eine Kooperationsvereinbarung.

Damit erhält die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und dem außeruniversitären Forschungsinstitut in den Themenfeldern Lebens- und Materialwissenschaften eine neue Grundlage. Leitgedanke der Kooperation ist die Verknüpfung von materialtechnischem Wissen und biotechnologischer Kompetenz in Forschung und Lehre für den weiteren Ausbau der Region Tuttlingen als führender Standort der Medizintechnik.

In seinem Grußwort hob Professor Dr. Rolf Schofer die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Furtwangen und dem NMI hervor. „Ein sehr wichtiges Element unseres gemeinsamen Wirkens ist die Nähe zur Wirtschaft. Ich bin sehr stolz darauf, dass die Zusammenarbeit von HFU und NMI heute institutionalisiert wird. Gemeinsam  werden  wir neue Projekte angehen und die regionale Industrie unterstützen.“ Diese positive Bewertung bestätigte auch Prof. Dr. Hugo Hämmerle in seiner Ansprache. „Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der Hochschule Furtwangen, bildet sie doch zusammen mit anderen starken Partnerschaften die Grundlage für unsere erfolgreiche Forschung. Nur durch eine enge Vernetzung mit Universitäten und Hochschulen wird es uns gelingen, den Transfer von der Grundlagenforschung in die Wirtschaft zu forcieren “.

HFU und NMI versprechen sich aufgrund der inhaltlichen Nähe im Bereich Lebens- und Materialwissenschaften Synergie-Effekte für ihre Arbeit in Forschung und Lehre. Die gezielte Bündelung der wissenschaftlichen Kompetenzen bietet ein attraktives Potenzial für die angewandte Forschung und die Förderung der Ausbildung von Studenten für die Medizintechnikindustrie. Mit dem Kooperationsvertrag schaffen die Partner einen verbindlichen Rahmen für die Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben, die gemeinsame Nutzung wissenschaftlicher Geräte und den Ausbau der Angebote für Studierende über Studienarbeiten, praktische Studiensemester oder Praktika.  

Dr. Harald Stallforth, Kuratoriumsmitglied des NMI und Vorstand der Aesculap AG in Tuttlingen, schloss die Begrüßung mit den Worten: „Networking ist im Innovationsmanagement von tragender Bedeutung, insbesondere der Transfer der Innovationen in den Markt. Ein beeindruckendes Beispiel der Public Private Partnership ist einerseits das Modell des Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen und andererseits das NMI als Institution im Bereich zwischen den Ingenieurwissenschaften und der Medizin.

Ein erstes Ergebnis der Kooperation von HFU und NMI ist die Berufung von Dr. Volker Bucher auf eine „Shared Professorship“. Seit September arbeitet Prof. Dr. Bucher je zur Hälfte an der Hochschule Furtwangen und am NMI. Sein Fachgebiet, das er nun auch in die Lehre einbringt, sind „Maßgeschneiderte Oberflächen und Materialien für Medizinprodukte“. Am Hochschulcampus Tuttlingen, Fakultät Industrial Technologies, übernimmt Prof. Bucher Lehrveranstaltungen zur Oberflächentechnologien in dem neuen Studiengang „Industrial Materials Engineering“. Dieses  bisher einzigartige Kooperationsmodell schafft eine enge Verzahnung von Fachkräfte-Ausbildung und angewandter Forschung für die Medizintechnik-Industrie. Über die „Shared-Professur“ erhält die Industrie einen direkten NMI-Ansprechpartner an der Hochschule. Gleichzeitig profitieren die Studierenden von dem Einblick in die aktuelle Forschungspraxis.

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