Leuchtturmprojekt Forschungscampus BioMedTech

Projektbild:
Titel des Projekts:

Leuchtturmprojekt Forschungscampus BioMedTech

Teasertext:
RegioWIN Leuchtturmprojekt LTP3: Forschungscampus BioMedTech, Project 2: Verbund BioMedTech: System Immunologie an biologisch-technischen Schnittstellen
Kurzbeschreibung:
Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie an der Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften.
Start:
01.07.2016
Ende:
31.12.2020
Projektleiter:
Dr. Thomas Joos
Geldgeber:
  • Europäische Fonds für regionale Entwicklung EFRE (50%)
  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (- 20%)
FKZ:
712879
Textfeld:

Immunologische Reaktionen an medizinischen Oberflächen

Vorhersage von Materialunverträglichkeiten
Aufbau einer Werkstoffkollektion

Beschreibung:

Vorhersage von Materialunverträglichkeiten
Im Anschluss an die Implantation eines Medizinprodukts treten komplexe immunologische Reaktionen wie Entzündung, Sensibilisierung oder Abstoßung als Folge des Kontakts mit körperfremden Material auf. Diese Interaktionen mit dem Immunsystem sind die Hauptfaktoren für die Funktionalität eines Implantats und ebenso verantwortlich für mögliche Nebeneffekte für den Patienten. Die zellulären Reaktionskaskaden stehen im Mittelpunkt des aktuellen NMI Leuchtturmprojektes "Systemimmunologie an biologisch-technischen Grenzflächen", welches durch das Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird. Das Projekt zielt darauf ab, ein grundlegendes Verständnis von Immunreaktionen auf verschiedene Werkstoffe und Werkstoffoberflächen zu entwickeln, um in Zukunft wissensbasiert neue Medizinprodukte herstellen zu können.  


Aufbau einer Werkstoffkollektion
Im Rahmen des Projekts werden mehr als 200 Biomaterialien wie Kunststoffe, Metalle, Keramiken und Biopolymere chemisch und physikalisch charakterisiert und so eine klassifizierte Werkstoffkollektion aufgebaut. Zur Untersuchung immunologischer Reaktionsprofile an den Material-Grenzflächen werden biologische in-vitro-Testverfahren entwickelt und in einem ganzheitlichen, systemimmunologischen Ansatz ausgewertet. Basierend auf einer Datenbank aus diesen Ergebnissen soll eine verlässliche Vorhersage von Materialunverträglichkeiten ermöglicht werden.
Das NMI arbeitet hierzu mit drei Partnern der Universität Tübingen, einer Arbeitsgruppe der Hochschule Reutlingen und drei forschungsstarken Biotechnologieunternehmen in einem Forschungscampus „unter einem Dach“ zusammen.
Weitere 20 nationale und internationale Unternehmen aus der Medizintechnikbranche und der Biotechnologie begleiten das Verbundprojekt mit Rat und Tat und der Lieferung relevanter Materialien als Mitglieder eines industriellen Lenkungskreises.

Projektpartner:
  • CeGaT GmbH Tübingen
  • Eberhard-Karls-Universtiät Tübingen
  • Hochschule Reutlingen
  • Hot Screen GmbH, Reutlingen
  • Mediagnost Gesellschaft für Forschung und Herstellung von Diagnostika GmbH, Reutlingen
  • Universtiätsklinkium Tübingen