Dr.Bond

Projektbild:
Titel des Projekts:

Dr.Bond

Teasertext:
Kleben von Nitinol-Mischverbindungen in der Medizintechnik
Projektname:
Dr.Bond
Start:
01.07.2017
Ende:
01.01.2019
Projektleiter:
Dipl.-Ing. Sebastian Wagner
Projektträger:
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Arbeitsgemeinschaft industrieller Fördervereinigungen Otto von Guericke e.V
FKZ:
GK. 15.2-2
Textfeld:

Nitinol wird in der Medizintechnik vorwiegend aufgrund seiner superelastischen Eigenschaften eingesetzt. Zusätzlich zur elastischen Verformung, wie sie bei nahezu allen metallischen Werkstoffen beobachtet werden kann, weist Nitinol ein pseudoelastisches Verhalten auf. Aufgrund seines hohen Preises wird Nitinol nur dort eingesetzt, wo die überlegenen Eigenschaften unbedingt erforderlich sind. Daher muss Nitinol häufig mit artfremden Materialien wie nichtrostenden Stählen verbunden werden. Ein klebtechnisches Fügen von Nitinol gestaltet sich als äußerst schwierig.

Beschreibung:

Im Projekt wird das Kleben von Nitinol-Mischverbindungen vor allem im Hinblick auf medizinische Anwendungen genauer untersucht. Dazu werden unterschiedliche Vorbehandlungsmethoden auf ihre klebtechnische Eignung, wie Festigkeit und Beständigkeit, geprüft sowie eine Bewertung hinsichtlich wirtschaftlicher Aspekte erfolgen. Das Ziel des Vorhabens ist, eine Optimierung der Oberflächenvorbehandlung von Nitinol und artfremden Werkstoffen, wie beispielsweise nichtrostende Stähle, zur Verbesserung der klebtechnischen Eigenschaften zu entwickeln. Die Klebungen müssen dabei eine ausreichende Beständigkeit ohne Versagen im Gebrauch gewährleisten. Zudem wird bei Substitution eines anderen Fügeverfahrens eine klebtechnische Auslegung der Fügestellen mit einer angepassten, klebgerechten Konstruktion unter Berücksichtigung der Anforderungen an chirurgische Instrumente und Medizinprodukte (z.B. Spaltfreiheit, Demontage, etc.) exemplarisch ausgearbeitet.
Das Projekt beinhaltet die Erarbeitung von Anforderungsprofilen, die Untersuchung von geeigneten und kostengünstigen Oberflächenvorbehandlungsverfahren, die Nutzung von qualifizierten Labor- und Praxistests unter Einbeziehung von Herstellern und Anwendern und zielt durch die Verwendung des vorhandenen Know-hows der beteiligten Forschungsstellen und Firmen (spezialisiert auf Materialtests und Herstellung von chirurgischen Instrumenten und Medizinprodukten) auf die Erarbeitung effizienter, praxisnaher Lösungen ab.