Wirkstoffentwicklung: Neues Framework des NMI senkt Risiko des teuren Scheiterns
Wie lässt sich das Risiko des Scheiterns bei der Entwicklung von Medikamentenwirkstoffen reduzieren? In einem aktuellen Paper stellen Forschende des NMI ein neu entwickeltes Framework vor, mit dessen Hilfe die Wirkstoffentwicklung aus sogenannten Einzeldomänen-Antikörpern (sdAb) sicherer und zuverlässiger wird.
Bislang läuft die Medikamentenentwicklung grob gesagt so ab: Man startet mit einer Vielzahl potenzieller Wirkstoffkandidaten und reduziert diese Schritt für Schritt im Ausschlussverfahren – ein aufwändiger Prozess, der dennoch das Risiko birgt, spät und teuer zu scheitern.
Ein wichtiger Schritt ist hier der Übergang vom Labor in die Klinik. Entscheidend ist hier die Frage: Sind die Moleküle (d.h. die sdAb) ausreichend stabil, um in der praktischen Anwendung zu bestehen? Mit ihrem neu entwickelten Framework können die NMI-Forschenden um Anne Zeck und Philipp Kaiser systematisch mögliche Schwachpunkte identifizieren.
Für ihre Analyse nutzen die NMI-Expert:innen verschiedene Methoden. Dazu gehört die Massenspektrometrie, die biophysikalische Charakterisierung, beschleunigte Stabilitätsstudien unter definierten Stressbedingungen sowie funktionelle Analytik.
Durch die gezielte Anwendung dieser Methoden erhalten die Wirkstoffentwickler die Chance, ihre Moleküle frühzeitig zu optimieren – und senken damit das Risiko eines späten und kostspieligen Scheiterns.
Zum Paper: doi.org/10.3390/antib15020022