Elektrospinning in der regenerativen Medizin
Elektro-gesponnene Fasern eröffnen vielfältige Möglichkeiten in der regenerativen Medizin und für in vitro-Tests. Ein zentraler Aspekt, damit dies erfolgreich gelingen kann, ist es, die natürliche Extrazellulärmatrix (EZM) möglichst passend nachzubilden. Elektro-gesponnene Fasern spielen hierbei aufgrund ihrer Nanofaserstruktur eine bedeutende Rolle. In einem aktuellen Übersichtsartikel beleuchten Julia Schütz, Ruben Daum und Hanna Hartmann detailliert Methoden für die Faserherstellung und -funktionalisierung, sowie verschiedene Anwendungsbeispiele.
Um eine gezielte Zell-Material-Interaktion zu ermöglichen, können die Polymer-Fasern zusätzlich biofunktionalisiert werden. Dazu zählen die Oberflächenbeschichtung mit EZM-Proteinen zur besseren Zelladhäsion und -interaktion, ebenso die Integration und Freisetzung von Wirkstoffen zur gezielten Stimulation, sowie nicht zuletzt die Entwicklung elektrisch leitfähiger Fasern.
Darüber hinaus beschreiben die NMI-Wissenschaftler:innen die Entwicklung hybrider Faser-Hydrogel-Systeme, bei denen elektrogesponnene Faserfragmente in Hydrogele integriert werden. Diese Kombination vereint die biofunktionelle und mechanische Funktion fibrillärer Gerüste mit der Flexibilität von Hydrogelen hinsichtlich Form und Größe.
Paper: Schütz, J. et al., Functionalization of Electrospun Fibers and Hydrogel Integration: Tailoring Scaffolds for Tissue-Specific Regeneration. Regenerative Biomaterials.
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