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Charakterisierung und anwendungsgerechte Modifizierung eines biogenen Klebstoffsystems für die Verklebung von faserverstärkten Verbundwerkstoffen

Abschlussarbeit am NMI Reutlingen WS18/19
Arbeitsgruppe Kleb- und Prüftechnik

Thema:
Charakterisierung und anwendungsgerechte Modifizierung eines biogenen Klebstoffsystems für die Verklebung von faserverstärkten Verbundwerkstoffen

Die Klebtechnik als eines der ältesten Fügeverfahren bietet im Vergleich zu herkömmlichen Fügeverfahren wie Schweißen, Löten, Schrauben oder Nieten vielfältige Vorteile. Bisher wird ein Großteil der Klebstoffe immer noch auf Erdölbasis hergestellt. Erst langsam bietet die Industrie auch Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen an. Daraus ergibt sich in einem aktuellen Forschungsprojekt das Ziel einen Klebstoff auf Basis nachwachsender Rohstoffe zu entwickeln, der hinsichtlich seiner technischen Eigenschaften mit denen konventioneller Klebstoffe auf petrochemischer Basis konkurrieren kann.

In diesem Forschungsprojekt wird die Erreichung der notwendigen Haftfähigkeit, unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte, durch die Kombination der strukturellen Vorteile von Lignin aus verholzten Pflanzen und einer Nachahmung der Haftkraft, die von u. a. Muscheln auf glatten Oberflächen erreicht werden kann, angestrebt. Durch Vorarbeiten in diesem Projekt konnten bereits Additive und Füllstoffe für die Optimierung der Klebstoffformulierung ermittelt werden.

Ein Anwendungsfeld in diesem Projekt ist die Verklebung von faserverstärkten Verbundwerkstoffen. Faserverstärkte Verbundmaterialien finden aufgrund der hohen Festigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht sowohl in der Automobilindustrie, Baubranche als auch in der Medizintechnik Anwendung.
Im Zuge der Arbeit soll das neu entwickelte biogene Klebstoffsystem charakterisiert und Prüfungen an Klebverbunden mit faserverstärkten Verbundwerkstoffen durchgeführt werden. Die mechanische Charakterisierung nach Normen wie beispielsweise Zugscherprüfungen nach DIN EN 1465 wie auch die Bestimmung der physikalischen Eigenschaften des Polymers mittels DMA und DSC sind Bestandteile der Arbeit. Ferner sollen Beständigkeitsprüfungen von Klebverbunden gegen schädigende Medieneinflüsse durchgeführt werden.

Umfang der Arbeit:

  • Recherche und Literaturauswertung zum Stand der Technik
  • Recherche bezüglich geeigneter Prüfkörper und Prüfungen
  • Herstellung der Proben und Durchführung von mechanischen Prüfungen sowie Analysen mittels DMA und DSC
  • Durchführung von Beständigkeitstests
  • Auswertung, Bewertung und Dokumentation der Versuchsergebnisse

Anforderungen:

  • Student (m/w) einer wissenschaftlichen/technischen Fachrichtung z.B. Angewandte Chemie, Maschinenbau, Werkstofftechnik oder Vergleichbares
  • Sicherer Umgang mit MS-Office-Programmen
  • Teamfähigkeit, Eigenmotivation, Zuverlässigkeit und Freude an experimenteller Tätigkeit

Wir bieten
Forschungsarbeit in einem industriellen Verbundprojekt mit hoher Anwendungsrelevanz. Intensive Betreuung in einem sehr gut ausgestatteten Labor in einem engagierten, multidisziplinären und kollegial agierenden Team.

Die Dauer der Thesis beträgt 4-6 Monaten. Die Thesis beginnt zum Wintersemester 2018/2019. Bitte geben Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen Ihren möglichen Eintrittstermin an.

Bewerbung per E-Mail an:

Joana Hummel
Tel: 07121/51530-884
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