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Prof. Dr. Katja Schenke-Layland, seit 1. April 2018 neue

April 2018 - NMI unter neuer Führung

Seit Anfang April steht Prof. Dr. Katja Schenke-Layland dem Naturwissen-schaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen vor.

 

Prof. Dr. Katja Schenke-Layland übernahm zum 1. April 2018 die Leitung des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts (NMI) in Reutlingen. Sie folgt Prof. Dr. Hugo Hämmerle, der das Institut seit 2008 leitete. Die neue Frau an der Spitze des NMI ist eine alte Vertraute in den Netzwerken des Instituts: Schenke-Layland hat seit 2011 eine Professur für Medizintechnik und Regenerative Medizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen und ist über zahlreiche biomedizinische Forschungsprojekte mit dem NMI verbunden. Leitungserfahrung an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung sammelte sie parallel dazu während ihrer Karriere am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart, wo sie zuletzt seit Januar 2016 gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Oehr kommissarisch das Institut leitete. Als Leiterin des NMI führt die 41-jährige Biologin nun in Reutlingen ihre Kompetenzen in Forschung und Management zusammen, während sie gleichzeitig ihre Professur weiter ausübt. „Mir war es schon immer ein Bedürfnis, eine gesellschaftsrelevante, innovationsorientierte Forschung mit dem Ziel der Anwendung in der Medizintechnik und Regenerativen beziehungsweise Personalisierten Medizin voran zu treiben, die wichtige Zukunftsfelder für die baden-württembergische Wirtschaft darstellen“, sagt Schenke-Layland.



Die Schnittstellen von Universität, Klinik und Industrie aktiv gestalten

Schenke-Layland stellte schon früh die Weichen für ihre Karriere in der angewandten Forschung im Bereich Biomaterialien. Während ihrer Doktorarbeit an der Klinik für Thorax-Herz-Gefäßchirurgie (Friedrich-Schiller-Universität Jena) befasste sie sich mit kardiovaskulärem Tissue Engineering, also der Herstellung von Ersatzgewebe für das Herz-Kreislaufsystem aus patienteneigenen Zellen und Biomaterialien. Nach ihrer Promotion 2004 forschte Schenke-Layland fünf Jahre lang auf diesem Gebiet in Kalifornien – seit Ende 2008 als Assistenz-Professorin an der University of California (UCLA) in Los Angeles. Anfang 2010 kehrte Schenke-Layland im Rahmen des Attract-Programms der Fraunhofer-Gesellschaft nach Deutschland zurück. Am Fraunhofer IGB in Stuttgart baute sie eine eigene Arbeitsgruppe für Kardiovaskuläres Tissue Engineering auf und leitete seit 2013 zusammen mit Dr. Petra Kluger die Abteilung Zell- und Tissue Engineering am IGB, bis sie 2016 zusammen mit Prof. Dr. Christian Oehr die Gesamtleitung des Instituts übernahm.



Ihre universitäre Karriere setzte Schenke-Layland in Deutschland fort, als sie im November 2011 den Ruf auf die Professur für Medizintechnik und Regenerative Medizin in Tübingen annahm, die heute am Department für Frauengesundheit angesiedelt ist. Zeitgleich übernahm sie die Aufgaben einer Assoziierten Professorin der UCLA.


Ihre Arbeitsgruppen befassen sich mit der Entwicklung von Biomaterialien und In-vitro-Testsystemen auf der Basis menschlicher Zellen. Weitere Schwerpunkte sind die Stammzellforschung und die Erforschung der extrazellulären Matrix – beides mit dem Ziel, sie für die Regenerative Medizin nutzbar zu machen. Zudem befasst sich eine ihrer Gruppen mit der Weiterentwicklung der Bildgebung (Imaging) speziell für die markerfreie Diagnostik.
Zum 1. April 2018 hat Schenke-Layland ihre akademischen Tätigkeiten in Tübingen weiter ausgedehnt und ist seitdem Studiendekanin für den Studiengang Medizintechnik.



Synergien nutzen, um Innovationen zu treiben

Ihre universitären Aufgaben wird Schenke-Layland parallel zur Leitung des NMI weiterhin ausüben. Damit stärkt sie die Synergien in der Biomaterialforschung zwischen den grundlagenorientierten universitären Gruppen und den anwendungsorientierten Teams am NMI. Hier stehen ihr Dr. Thomas Joos und Dr. Stefan Raible zur Seite, die wie bisher als stellvertretende Leiter des NMI tätig sein werden.


Schenke-Layland weiß sich in diesem wie auch bei ihren universitären Teams bestens unterstützt und freut sich auf die neuen Herausforderungen an der Spitze des NMI: „Das NMI ist eines der führenden außeruniversitären Forschungsinstitute in Baden-Württemberg im Bereich der Gesundheitswirtschaft. In den Geschäftsfeldern Pharma und Biotechnologie, Biomedizintechnik, sowie Oberflächen- und Werkstofftechnologien schaffen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit höchsten wissenschaftlichen und technologischen Kompetenzen Ergebnisse. Dies und eine beeindruckende kommunikative und kooperative Unternehmenskultur mit starkem Teamgeist sind die Erfolgsfaktoren des Institutes. Ich freue mich sehr darauf, die Zukunft des NMI gemeinsam mit den Partnern aus der Industrie und Forschungseinrichtungen mitzugestalten.“



Schenke-Layland löst Prof. Dr. Hugo Hämmerle ab, der 10 Jahre das NMI und den Stiftungsvorstand leitete. In seiner Amtszeit baute Hämmerle das auf den Bereich Lebenswissenschaften und Biomedizintechnik spezialisierte Reutlinger Institut von rund 120 auf 200 Beschäftigte und das Jahresbudget von rund 10 Mio. auf knapp 18 Mio. Euro aus. Sein Name ist eng mit zahlreichen Ausgründungen und erfolgreichen Projekten und Kooperationen in der Gesundheitswirtschaft und anwendungsorientierten Forschung verbunden. Jüngstes Beispiel seiner fruchtbaren Arbeit ist der Aufbau des RegioWIN Campus im Technologiepark Tübingen-Reutlingen, in direkter Nähe zum NMI.



Hämmerle steht Schenke-Layland noch bis September 2018 beratend zur Seite. Er bleibt weiterhin Geschäftsführer der NMI TT GmbH und Sprecher der Innovationsallianz Baden-Württemberg. Als überzeugter Netzwerker freut er sich besonders über seine Nachfolgerin: „Frau Schenke-Layland setzt mit ihrem Teamgeist und ihrem Fokus auf Kooperationen den richtigen Fokus für das NMI. Ihre Fähigkeiten in doppelten Leitungsfunktionen hat sie bereits beeindruckend bewiesen und wir freuen uns sehr, mit ihr eine Führungspersönlichkeit gewonnen zu haben, die alle Tätigkeitsfelder des NMI fachlich so gut durchdringt und die zugleich die Bedürfnisse sowohl der akademischen Partner als auch der Industrie und des Marktes versteht.“

 

Pressemitteilung als pdf zum download

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