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Attodicil/CellTest: eine organotypische 3D-Gewebekultur für Wirkstofftests

Das In-vitro-Testsystem dient der Entwicklung von Medikamenten gegen chronisch-entzündliche Lungenerkrankungen.

Projektname: Attodicil/CellTest
Dreidimensionales organotypisches Gewebekulturmodell
Projektleiter: Dr. Frank Weise
Geldgeber: BMBF
Projektträger: DLR
FKZ: 01 GG 0712
Laufzeit von: 01.02.2008
Laufzeit bis: 31.12.2011

In dem verbesserten In-vitro-Testsystem soll die Wechselwirkung zwischen infllammatorischen Prozessen im Blut und Prozessen in der Lunge in einem Zellkulturmodell abgebildet werden. Zellen des Blutes, der Blutgefäße und der Lungenepithelzellen werden dazu in einem dreidimensionalen Ko-Kultursystem gehalten. Ausgangspunkt für die zellulären Komponenten des Testsystems sind adulte, patienteneigene Stammzellen aus dem Fettgewebe.

Beschreibung

Projektziel ist es, ein verbessertes In-vitro-Testsystem für die Entwicklung von Medikamenten gegen chronisch-inflammatorische Erkrankungen der Lunge aufzubauen. Dabei soll die Wechselwirkung inflammatorischer Prozesse des Blutes mit den Prozessen in der Lunge in einem Zellkulturmodell dadurch abgebildet werden, die Zellen des Blutes, die Zellen der Blutgefäße (Endothelzellen) und die Lungenepithelzellen in einem dreidimensionalen Ko-Kultursystem zu halten.
Das Projekt gliedert sich in mehrere Teilprojekte: Am NMI wird das Ziel verfolgt, gut charakterisierte humane Zellen in hinreichender Zahl zur Verfügung zu stellen, die in dem neuen Testsystem als zelluläre Komponenten eingesetzt werden. Dazu werden aus Fettgewebeproben mesenchymale Stammzellen isoliert, die in die benötigten Blutgefäß-Endothelzellen differenziert werden. Auf diese Weise können aus kleinen Ausgangszellmengen die für eine analytische Substanztestung benötigten größeren Zellmengen erzielt werden, ohne dabei Zellen verschiedener Patienten einzusetzen. Das ist wichtig, weil beträchtliche individuelle Unterschiede zwischen den Patienten bestehen, die eine Vergleichbarkeit der Analyseergebnisse verhindern können.
Die vom NMI bereitgestellten Endothelzellen sollen im Ko-Kulturverbund zwischen den anderen Zellen, den Zellen des Blutes und den Lungenepithelzellen kultiviert werden, um die organtypische Trennung von Blut- und Lungenzellen aufrechtzuerhalten.
Weitere Teilprojekte, die von den Verbundpartnern bearbeitet werden, sind die Herstellung und Optimierung der Membranen, die die Zellen räumlich voneinander abgrenzen (Novalung GmbH) sowie der Aufbau der Analytik im komplexen Ko-Kultumodell (EDI GmbH).

Projektpartner

  • EDI GmbH
  • Novalung GmbH

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