Oberflächen- und Werkstofftechnologie

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Sebastian Wagner
Kleb- und Prüftechnik

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Klebsysteme

Die Klebtechnik als eines der ältesten Fügeverfahren bietet im Vergleich zu herkömmlichen Fügeverfahren wie Schweißen, Löten, Schrauben oder Nieten vielfältige Vorteile. Alle technisch nutzbaren Werkstoffe wie Kunststoffe, Metalle und Glas lassen sich stoffschlüssig, wärmearm und flächig miteinander verbinden. Dabei bleiben die stofflichen Strukturen und Eigenschaften der Verbindungspartner makroskopisch unverändert, sodass die verschiedenen Materialeigenschaften der Verbindungspartner nutzbar bleiben.

Der Einsatz der Klebtechnik besonders in der Medizintechnik findet heute nur vereinzelt Anwendung. Ein Grund dafür ist das fehlende Wissen über das Alterungsverhalten geklebter Verbindungen unter Einfluss schädigender Medien wie Aufbereitung und Sterilisation. Dort greift das NMI in Untersuchungen sowohl für Industriekunden als auch im Rahmen von öffentlich geförderten Forschungsprojekten an.

Das NMI verfügt dafür über Erfahrungen und Methoden zur systematischen Auswahl von Klebstoffen, Oberflächenvorbehandlungsverfahren und Klebstoffhandhabungen. Für die mechanische Charakterisierung von Klebstoffen und Klebverbunden sowie für die Beständigkeitsprüfung von Klebverbunden gegen schädigende Medieneinflüsse können verschiedene Prüftechniken eingesetzt werden. Für die Charakterisierung der Materialien und Klebflächen steht eine umfangreiche Analytik zur Verfügung.

Das NMI ist Partner eines Kooperationsnetzwerkes mit Instituten und Klebtechnikfirmen, wie Firmen für Klebstoffformulierung, für Oberflächenvorbehandlungen (beispielsweise Coronavorbehandlung, Niederdruckplasma, Sandstrahlen, etc.) sowie für Prüfverfahren. Zur Entwicklung von kundenspezifischen Klebsystemen nutzen wir die Erfahrungen in diesem Netzwerk.