Biomedizintechnik

Regenerative Medizin

Die regenerative Medizin befasst sich mit der Entwicklung von Verfahren zur Heilung verletzter oder erkrankter Gewebe, wobei gezielt biologische Mechanismen für Therapieansätze genutzt werden. Im Rahmen des Tissue Engineering werden Gewebestrukturen außerhalb des Körpers aufgebaut oder durch geeignete Teilimplantate im Körper zur Ausbildung angeregt. Die Implantate werden aus Biomaterialien hergestellt oder aus Zellen geformt, teilweise unter Verwendung biologischer Faktoren. Häufig bestehen sie aus einer Kombination mehrerer Komponenten.

Die Stärke des NMI auf dem Gebiet der regenerativen Medizin beruht auf drei Säulen:

(1) Interdisziplinarität: Bündelung verschiedener Disziplinen – von der Materialwissenschaft über die Biologie bis hin zur Medizin.

(2) Translation: Vernetzung aller Partner einer Wertschöpfungskette von Forschungseinrichtungen über Industrieunternehmen bis zu Kliniken.

(3) Kompetenz: Vielzahl von Untersuchungsmethoden einschließlich Zell- und Gewebekulturverfahren bis zu Tiermodellen, sowie molekularer Analytik aufbauend auf einer exzellente apparativen Ausstattung. Darüber hinaus besteht umfassendes Know-how bei der Optimierung von Biomaterialien und im Einsatz adulter Stammzellen. Unsere fokussierte Arbeitsweise führt zu einer signifikanten Beschleunigung neuer Entwicklungen.

Die Schwerpunkte des NMI liegen auf besonders zukunftsträchtigen Indikationsgebieten: den muskuloskelettalen Erkrankungen, der Nervenregeneration u.a. nach Prostatakrebs-Behandlungen, der Gefäßregeneration und postoperativen Vernarbungen (Adhäsionen). Als Querschnittstechnologien werden Applikationen von adulten Stammzellen und die Implantatveredelung mit therapeutisch maßgeschneiderten Nukleinsäuren (siRNA) besonders vorangetrieben.