Pharma und Biotechnologie

Neue Technologien

Mit unserer auf langjähriger Erfahrung beruhenden Expertise in der Pharma und Biotechnologie sowie unserem interdisziplinären Know-how in Schlüsseltechnologien an der Schnittstelle zwischen Bio- und Materialwissenschaften entwickeln wir ständig neue in-vitro und in-vivo-nahe Testsysteme, die - bei erreichter Reife - zur Untersuchung von Wirkmechanismen und Profilierung von pharmakologischen Substanzen sowie zur diagnostischen Biomarker-Detektion gedacht sind.

Lungenmodell für Toxizitätsuntersuchungen
Wir entwickelen In-vitro-Zellkulturmodelle, mit deren Hilfe der Einfluss von Arzneimitteln oder auch Luftschadstoffen auf die Lungenzellen untersucht werden kann. Diese Modelle ermöglichen es, Tierexperimente zu vermeiden. Sie werden auch bei der Evaluierung von Abgasquellen eingesetzt.

Markierungsfreies Diagnoseverfahren zur Erkennung von Colon-Karzinomen
Die Prognosen bei Colon-Karzinomen sind relativ gut, wenn der Krebs im Frühstadium erkannt wird. Mit einem In-vitro-Modell des Colon-Karzinoms untersuchen wir eine Methode zur effizienteren Früherkennung von Biomarkern, mit denen gesunde von pathologisch veränderten Darmepithelzellen unterschieden werden können.

„artificial micro organs“ - Künstliche Mikroorgane
Mit den Methoden der Mikrotechnik und Mikrofluidik lassen sich kleinste funktionelle Einheiten von Organen oder Geweben auf einem Mikrochip nachbauen. Durch die Nachbildung der natürlichen Körperumgebung – in Form von extrazellulären Matrixproteinen, dreidimensionaler Zellanordnung und organähnlicher Perfusion – wird die Funktion von Zellen in solchen Systemen besser erhalten, als in  bisher üblichen, zweidimensionalen Kulturen. Vorgänge in und an Zellen, wie zum Beispiel die Wirkung von Medikamenten, können mit hoher Relevanz für die in vivo Situation erforscht und wenig aussagekräftige 2D-Kulturen und Tierversuche ersetzt werden.
Beispielhaft arbeiten wir an einem der Funktion der Leber nachempfundenen sogenannten HepaChip (R). Dieses Testsystem ermöglicht toxikologische und pharmakologische Substanztests in organotypischen dreidimensionalen Leberzellkulturen.

Mikroelektroden-Systeme der nächsten Generation
Wir entwickeln kontinuierlich anwendungs- und kundenspezifische Mikroelektroden-Arrays (MEA) für die Neurophysiologie und die Herz/Kreislaufphysiologie. Als zell- und organtypische Biosensoren werden MEA-basierte Systeme in der Analyse zellulärer Kommunikation und Interaktion sowie als in-vivo-nahe Modelle für die Wirkung von Substanzen auf kardiovaskuläre, neuronale und endokrine Funktionen eingesetzt.

Neurochips für die Gesundheitsforschung
Neurochips koppeln Nervenzellen mit elektronischen Chips. Eine Nachwuchsgruppe entwickelt und nutzt solche Chips mit vielen tausend Sensorpunkten, um einzelne Zellen elektrisch zu stimulieren bzw. ihre Signale zu analysieren. Das Potenzial solcher hochauflösender Neurochips wird sowohl für Anwendungen in der Medizin als auch für Forschungszwecke, etwa in der Biotechnologie, ausgelotet. Bei der Methodenentwicklung orientieren sich die Forscher an aktuellen Trends in der Neurophysiologie und der Neurochip-Technologie.